BiBÜ – Geschichten aus dem Bücherhaus

  25.01.2016 Aktuell, Region, Burgdorf, Jugend

Was ist die Idee hinter der Aktion «BiBÜ»?
Natalie Kropf: Die Stadtbibliothek ist ein grosses Haus, wo lauter spannende Bücher stehen, die nur darauf warten, geöffnet und entdeckt zu werden. Wir möchten mit einer Veranstaltungsreihe mit Bildergeschichten aus unserem grossen Bücherschatz an die jüngsten Besucherinnen und Besucher der Bibliothek  gelangen. Wir wollen ihnen so einen lustvollen Zugang zur Bücher- und Lesewelt ermöglichen.

An welche Altersgruppe wenden Sie sich?
Natalie Kropf: An Kinder zwischen ca. drei und fünf Jahren und deren Begleitpersonen. Vom Kleinkind- bis ins Vorschulalter erlernen und erleben wir die Sprache handelnd. Kinder, die schon früh mit Büchern vertraut gemacht werden, denen vorgelesen wird, die selber Geschichten erfinden können und Spass an der Sprache erfahren, lernen auf vielseitige Weise Bilder und später Buchstaben zu lesen.

Wie wollen Sie die Kinder erreichen?
Natalie Kropf: Indem ich die Bilderbuchgeschichten erlebbar mache, das heisst konkret, indem ich zum Beispiel mit Figuren aus dem Buch einen Teil der Geschichte vorspiele. Auch mit eingebauten Bewegungen, Versen, Liedern und Reimen lassen sich die Kinder immer wieder erreichen und begeis­tern. Und von wiederholten Versen, Geräuschen oder Bewegungen können kleine Kinder bekanntlich fast nicht genug bekommen.

Sie bieten die Aktion einerseits in Mundart, andererseits in Hochdeutsch an. Warum?
Natalie Kropf: Wir möchten sowohl Kinder mit deutscher Muttersprache wie auch Kinder mit anderer Muttersprache erreichen, um so möglichst vielen Kindern einen Zugang zu unserer Bücherwelt zu ermöglichen. Mit der parallel geführten Veranstaltungsreihe für Kinder und deren Begleitpersonen mit Deutsch als Zweitsprache wollen wir in Burgdorf einen Beitrag zur sozia­len Integration leisten.

Und was führt Sie persönlich zu dieser Aktion?
In meinem Alltag als Kindergärtnerin erlebe ich immer wieder, wie sich Kinder für Geschichten und Sprachspielereien begeistern lassen, wie ich mit ihnen gemeinsam in eine Welt eintauchen kann. Bücher und Geschichten lassen sich mit allen Sinnen entdecken und Bilder werden so erlebbar gemacht. Bilderbuchgeschichten kreativ mit Bewegung, Vers, Spiel und Reim anzureichern, fasziniert mich immer wieder von Neuem.

Sind Sie entsprechend ausgebildet?
Natalie Kropf: Ich habe mich berufsbegleitend während zwei Jahren am schweizerischen Institut für Kinder- und Jugendmedien zur Leseanimatorin ausbilden lassen. Das ist die beste Ausbildung für diese Aufgabe, auf die ich mich übrigens sehr freue.

zvg
Nächste Daten: Jeweils Dienstag, 9.30 bis 10.30 Uhr in der Stadtbibliothek Burgdorf: Mundart: 26. Januar, 9. und 23. Februar, 8. und 22. März 2016.
Hochdeutsch: 2. und 16. Februar, 1., 15. und 29. März 2016.


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