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Im Fokus stand das neue Ausbildungsmodell

Fr, 07. Apr. 2017

BURGDORF: Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Armee nahmen Ende März an den spannenden Gesprächen der Delegiertenversammlung der Kantonal Bernischen Offiziersgesellschaft teil. Im Fokus stand die Diskussion um eine verbesserte Standartausbildung. red

Am 28. März 2017 fand im Stadthauskeller in Burgdorf die 184. Delegiertenversammlung der Kantonal Bernischen Offiziersgesellschaft (KBOG) statt.
Stadtratspräsident Christoph Wyss begrüsste zu Beginn die zahlreichen Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Armee und Verwaltung. Besonders begrüsste er die uniformierten Delegierten: Burgdorf sei seit Jahrzehnten stolzer Truppenstandort der Armee, sie seien daher jederzeit herzlich willkommen. Die zweite Grussbotschaft überbrachte der Präsident der Schweizerischen Offiziersgesellschaft, Stefan Holenstein. Er forderte die anwesenden Sektionsvertreter auf, die aktuellen sicherheitspolitischen Herausforderungen anzupacken und sich mit der Dachorganisation insbesondere für eine erfolgreiche Umsetzung der Weiterentwicklung der Armee, für die Sicherstellung der notwendigen Beschaffungen zur künftigen Wahrung der Lufthoheit sowie für eine genügende Alimentierung der notwendigen Personalbestände in der Armee einzusetzen.
Francesco Rappa, seit einem Jahr Präsident der KBOG, führte anschliessend gekonnt durch den statutarischen Teil. Sein Jahresbericht und Wirken wurden vom Vizepräsident Chris­toph Zimmerli verdankt und durch Applaus der Anwesenden gewürdigt. Korpskommandant Daniel Baumgartner präsentierte im Anschluss an die Versammlung das mit der Weiterentwicklung der Armee einzuführende Ausbildungsmodell, welches er per 1. Januar 2018 als ernannter Chef Ausbildung umsetzen will. Kernpunkt dabei bildet eine verbesserte Kaderausbildung unter anderem durch die Rückkehr zum Prinzip, dass alle Kader eine vollständige Rekrutenschule absolvieren müssen und nach der Führungsausbildung ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten wiederum in einem praktischen Dienst während einer ganzen Rekrutenschule vertiefen und festigen können. Die anwesenden Offiziere nahmen in der Diskussion die mit dem Systemwechsel beabsichtigte Förderung der Miliz und konsequente Rückkehr zur Auftragstaktik wohlwollend zur Kenntnis.
Baumgartner gelang es, seinen Zuhörern für die Gespräche während des anschliessenden Apéros neue Denkansätze mitzugeben, wie die militärische Ausbildung an die aktuellen gesellschaftlichen Bedürfnisse angepasst und künftig noch attraktiver gestaltet werden könnte.

Die Kantonal Bernische Offiziersgesellschaft (KBOG)
Die Kantonal Bernische Offiziersgesellschaft (KBOG) wurde 1833 in der Stadtkirche Burgdorf gegründet. Bald bildeten sich in den grösseren Städten Ortssektionen. So auch 1889 die Offiziersgesellschaft Burgdorf. Die KBOG ist heute die kantonale Dachorganisation von zehn grösstenteils regional verankerten Offiziersgesellschaften. Sie setzt sich im Kanton Bern für die Belange der Gesamtverteidigung und der Armee ein. Sie wahrt die Interessen ihrer Mitglieder, bestehend aus rund dreitausend Offizieren, in der Öffentlichkeit, gegenüber Behörden und der nationalen Dachorganisation, der Schweizerischen Offiziersgesellschaft. Die KBOG versteht sich dabei als Bindeglied zwischen Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Armee.

zvg

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