Präventionstag Schule Bätterkinden

Mo, 01. Mai. 2017

BÄTTERKINDEN: Die Siebtklässler/ innen der Schule Bätterkinden wurden im Rahmen eines Präventionstages in Sachen Littering und Vandalismus aufgeklärt und sensibilisiert. Das Projekt wird von der Gemeinde Bätterkinden organisiert wie auch finanziert. red

Obwohl Bätterkinden in Sachen Littering und Vandalismus im Vergleich zu anderen Orten verhältnismässig gut dasteht, hat die Gemeinde nach dem Vorbild von Aarberg für die Siebtklässler/innen einen Präventionstag zu diesen Themen organisiert. Wie Schulleiter Urs Bill erzählt, habe bereits letztes Jahr ein ähnliches Projekt in Zusammenarbeit mit dem JAF stattgefunden: «Das diesjährige Projekt, das von der Gemeinde organisiert und finanziert wird, ist jedoch umfassender – und allenfalls sogar noch ausbaufähig.»

Wenn Alkohol die Wahrnehmung verändert
Drei Themen standen an diesem Tag im Brennpunkt: Littering, Vandalismus – und Alkohol, da dieser bei Nachtbubenstreichen nicht selten eine Rolle spielt. Zu jedem der drei Themen hatten Leute, die direkt mit den Folgen von Alkoholmissbrauch, gedankenlosem Wegwerfen von Abfall und mutwilligem Beschädigen von Einrichtungen zu tun haben, Workshops vorbereitet. Beim Sicherheitsdienst und den Blaulicht-Organisationen konnten die Schüler/innen unter anderem anhand eines Scooter-Fahrsimulators und einer «Alkohol-Brille» ausprobieren, wie sehr sich Alkohol auf die Wahrnehmung und die Reaktionen auswirkt und sie erfuhren, wie man sich in Situationen mit stark alkoholisierten Personen korrekt verhält.
Folgen, an die (fast) keiner denkt Beim Thema Vandalismus mussten die Siebtklässler erst abschätzen, welche Kosten verschiedene mutwillige Beschädigungen verursachen – zum Beispiel, wenn eine Steckdose aus der Verankerung herausgerissen oder das Dach des Velounterstands demoliert wird. Nach der Frage, wer für die Schäden finanziell aufkommt, kam die «Schocktherapie»: Die Schüler/innen hatten zu Beginn ihre Handys abgeben müssen, nun wurde aus der «Handy-Kiste» scheinbar wahllos ein Gerät herausgefischt, in ein Tuch gewickelt und mutwillig zerstört. Bis zur Auflösung, dass da «nur» ein altes Handy zertrümmert worden war, war deutlich zu spüren, wie alle hofften, es habe nicht ausgerechnet ihr Gerät getroffen… Schliesslich durften die Schüler/innen mithelfen, von Nachtbuben (echt) versprayte Garagentore zu putzen – eine mühsame Arbeit, die die Schüler/innen interessanterweise gar nicht ungern ausführten…

Schadensbekämpfung – und die Folgen, wenn dies nicht geschieht
Das Thema Littering behandelten die Schüler/innen unter anderem ganz praktisch, indem sie das Schul­areal von «Fötzeli», Zigarettenkippen (!) und diversem anderem Abfall befreiten. Eindrücklich war hier der Vortrag eines Landwirts, der den Siebtklässlern/-innen vor Augen führte, was passiert, wenn man Aludosen, Plastikbecher und ähnliches in den Wiesen «entsorgt»…

Prävention soll weiterwirken
Nach dem praktischen Teil am Morgen und dem gemeinsamen Mittagessen, zu dem die Gemeinde Bätterkinden die Schüler/innen eingeladen hatte, standen schliesslich noch die theoretischen Nachbearbeitungen zu den drei Themen, ein Kurzfilm über die weltweiten Folgen von Littering und die Auswertung des Präventionstages an. «Uns ist wichtig, dass dieser Tag nicht einfach für sich alleine stehen bleibt, sondern dass die Aktion weitergeht», erklärte Urs Bill dazu. «Aus diesem Grund werden wir die Themen nicht nur im Unterricht immer wieder punktuell aufgreifen, sondern wollen von den Schülern/-innen auch wissen, ob sie gute Ideen haben, wie wir in Bätterkinden ganz konkret diese Themen angehen und Littering und Vandalismus weiter eindämmen könnten.» In diesem Sinne werde am 2. Mai auch ein Elternabend stattfinden: «Und da erhoffen wir uns natürlich, dass wir bei den Erwachsenen auf ebenso offene Ohren stossen wie bei den Siebtklässlern/-innen…»

Andrea Flückiger

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