Abschied von der Schule

| Di, 10. Jul. 2018

WYNIGEN: Nach mehr als 40 Jahren verlassen die beiden engagierten Lehrkräfte Daniel Dähler und Fritz Stalder mit einem lachenden und einem weinenden Auge ihre Schule in Wynigen. r.st.  

Klassenlehrerin Janina Bütikofer und Klassenlehrer Leo Leuenberger hielten Rückschau auf die vergangenen drei Jahre, in denen die Schülerinnen und Schüler unter ihrer Obhut standen. Wie Janina Bütikofer ausrechnete, waren es 83 376 000 Sekunden, gleich 1 389 600 Minuten, gleich 23 160 Stunden, gleich 965 Tage, gleich 135 Wochen, die sie miteinander verbracht hatten. Sie hätten miteinander diskutiert, gelacht und nicht selten Kämpfe ausgefochten, weil den Jugendlichen doch immer wieder etwelcher Unsinn eingefallen sei. Trotz alldem wird Bütikofer stets mit guten Gedanken an ihre erste Klasse als Klassenlehrerin zurückdenken und sie alle vermissen, und mit aufmunternden Worten und guten Wünschen entliess sie die jungen Erwachsenen. Leo Leuenberger gab seiner Freude Ausdruck, dass bereits im vergangenen Herbst alle Schülerinnen und Schüler eine Lehr­stelle gefunden hätten. Er ermahnte sie, mit Vollgas in den neuen Lebensabschnitt zu gehen, stets ihre Ziele vor Augen zu haben und nichts schleifen zu lassen. In den Ausbildungsstätten der Handwerker, der Pflegekräfte, der Kauffrauen und -männer, im Pflanzen- und Gartenbau, im Coiffeursalon, in der Landwirtschaft und etlichen andern Berufen werden junge engagierte Lernende aus Wynigen und Umgebung anzutreffen sein.
Sandra Sommer, Gemeinderätin und Präsidentin der Bildungskommission, ehrte mit anerkennenden Worten Alf Lüthi für 40, Andreas Zaugg für 15, und Ursula Lehmann und Christian Mignot für 10 Jahre Schuldienst in der Gemeinde. Therese Eichenberger, die während 12 Jahren den Mittagstisch betreute und die Kinder mit feinem Essen beglückte, wurde mit einem anhaltenden Applaus verabschiedet.

Schule ade!
«Willkomme im Läbe vo de Pensionäre, es si di beschte Jahr!», so sangen das gesamte Kollegium und die Bildungskommission der Schule Wynigen-Seeberg den beiden Herren zu, die sich mehr oder weniger entspannt auf dem hingestellten Bänkli zurücklehnten. Ob dem so sein wird, werden die beiden Lehrer Daniel Dähler und Fritz Stalder in naher Zukunft selbst herausfinden. Nach mehr als 40 Jahren Schuldienst verlassen sie die Schule in Wynigen. 1973 trat Daniel Dähler seine erste Stelle an der Oberstufe im Schulhaus Rüedisbach als Nachfolger von Paul Stalder an, kehrte nach einem kurzen Unterbruch zurück in die Gemeinde und wechselte nach der Schliessung des Schulhauses Rüedisbach ins Dorf. Daniel Dähler galt bei seinen Kolleginnen und Kollegen seiner Art gemäss jederzeit als der Mann für die nicht ganz einfachen Situationen und stand immer für seine Schülerinnen und Schüler ein. Er dachte an seine erste Anstellung in Rüedisbach zurück, dass er sich damals gut und gerne zu 98 Prozent auf den Unterricht konzentrieren konnte und der Verschleiss an Papier für Formulare sich im Gegensatz zu heute doch sehr in Grenzen gehalten habe. Fritz Stalder trat seine erste Stelle 1976 an der Mittelstufe im Dorf an, wechselte später an die Oberstufe und amtierte als Oberlehrer bis zur Zentralisierung. Seit vielen Jahren führen er und seine Kollegin Gaby Liechti gemeinsam als Schulleiterteam die Schule Wynigen, die seit 2014 Schule Wynigen-Seeberg heisst. Fritz Stalder wollte nie nur im Schulleiteramt tätig sein, die Arbeit mit den Kindern war ihm immer wichtig. Dem Kollegium wird seine Gelassenheit als Vorgesetzter, wenn’s um die vielen Veränderungen in der Schulwelt ging, und ganz besonders die Wertschätzung ihrer Arbeit positiv in Erinnerung bleiben. In einer kurzen Rückschau rief die Co-Schulleiterin diverse Aktivitäten der beiden in Erinnerung, die den unzähligen Schülerinnen und Schülern, ihren Kolleginnen und Kollegen und auch den Eltern stets in Erinnerung bleiben werden. Es sind dies die Theateraufführungen, die sogar Prominenz ins Dorf locken konnten, die Exkursionen, Velotouren, Sporttage, das Lagerleben und vieles mehr. Daniel Dähler und Fritz Stalder werden ihrer Schule stets verbunden bleiben und mit guten Gedanken an ihre dortige Tätigkeit zurückdenken.

Rosmarie Stalder

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