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Bitte für eine Rollsportanlage

| Mi, 03. Apr. 2019

BURGDORF: Über hundert Jugendliche unterschrieben den Antrag für eine Rollsportanlage in Burgdorf und übergaben den Jugendantrag kurz vor Beginn der Stadtratsitzung. zvg

Daniel Berger, zusammen mit seinem Bruder Lukas, Inhaber und Geschäftsführer des Sportgeschäfts Radix Burgdorf GmbH, wartet mit zahlreichen Jugendlichen auf das Eintreffen der Stadtratspräsidentin Barbara Lüthi-Kohler, der die ausgefüllten Unterschriftenbögen übergeben werden sollen.
«Im November und Dezember 2018 haben wir mit dem Sammeln von Unterschriften für die gewünschte Rollsportanlage begonnen und haben innerhalb von drei Wochen fast 200 Unterschriften zusammengebracht», blickt Berger zurück. «Da nur diejenigen von Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren mit Wohnort Burgdorf für einen Jugendantrag gültig sind, mussten wir die Listen bereinigen. Mindestens 30 wären nötig gewesen, jetzt können wir 107 gültige Unterschriften einreichen. Das hat uns selber erstaunt und natürlich gefreut.»

Ein wirkliches Bedürfnis
Berger weiss aus eigener Erfahrung, dass es «gar nicht so einfach ist, die Jungen zu mobilisieren». Eine Rollsportanlage sei aber ein wirkliches Bedürfnis, weshalb er jetzt die Unterschriften «als Drohung» an die Behörden überreichen wolle. Berger bessert sogleich lachend nach: «Natürlich nicht als Drohung, sondern als Ersuchen», und alle Anwesenden lachen.
Die Eingabe ist unterschrieben worden von Jonas Rebmann, unterstützt durch das Skaterteam von Radix Burgdorf. Berger weist noch darauf hin, dass es sich hier um den zweiten dringlichen Jugendantrag seit der Einführung vor rund zwölf Jahren handelt. In der Begründung führen die Jungen an, dass «sie schon seit vielen Jahren von einer Skateanlage träumen, wo sie sich so richtig austoben können». Für sie, die oft mit dem Skateboard, Scooter, Longboard, BMX oder auf Inlineskates unterwegs sind, gebe es nicht viele Orte, wo sie sich willkommen fühlen. Es gebe kaum Möglichkeiten, wo sie ihr Können unter Beweis stellen, neue Tricks lernen und gemeinsam Spass mit den Sportgeräten haben können. Daher hoffen sie, dass die Stadt möglichst bald einen solchen Platz schaffen werde.
Stadtratspräsidentin Barbara Lüthi- Kohler nimmt mit Dank die Unterschriften entgegen und begrüsst «das Interesse und Engagement der Jungen, welche die Räume und Plätze von Burgdorf gestalten und nutzen und so ihre Freizeit sinnvoll verbringen wollen». Sie werde die Bögen ins Ratsbüro mitnehmen und dann dem Gemeinderat überweisen. Die Jugendlichen werden zu gegebener Zeit über das weitere Vorgehen informiert.

Gerti Binz

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