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Mit dem Projekt «Faltwerk» in die nächste Etappe

| Mi, 04. Sep. 2019
Die Nachwuchsarchitekten Marcia und Mirko Akermann.

BÄTTERKINDEN: Der einjährige Architekturwettbewerb ist zu Ende und das Projekt «Faltwerk» hat dank seiner idealen Anpassung ans Dorfbild gewonnen. zvg

Der Architekturwettbewerb für einen Neubau einer Doppelturnhalle mit integrierter Tagesschule auf dem Schulareal in Bätterkinden ist zu Ende. Überzeugt hat das Architekturbüro «MAK architecure» aus Zürich mit einem Vorschlag, der ins Dorfbild passt und erst noch viele Ansprüche vereint.
An der gut besuchten, öffentlichen Veranstaltung im Gemeindesaal vom vergangenen Montag war die allgemeine Zufriedenheit spürbar. Es sei eine gute Wahl, sagen die Besucherinnen und Besucher einhellig. Warum? Ganz einfach: der Baukörper ist zwar voluminös, aber dank der halbversenkten Turnhalle und dem Walmdach wird er die anderen Schulgebäude nicht dominieren. Zudem ist er von der Strasse zurückversetzt und lässt damit einladend Raum vor dem Zutritt. Und noch etwas: Der Neubau kann beginnen, ohne dass die bestehende Turnhalle abgerissen werden muss. Dies ist durchaus positiv, denn damit muss die Gemeinde nicht noch ein Provisorium finanzieren für den Übergang.

Ausblick auf den offenen Bach
Besonders geschätzt wird auch die Tatsache, dass die Tagesschule durch eine  lichte Galerie getrennt im gleichen Gebäude untergebracht ist. Überdies können die künftigen Schülerinnen und Schüler einen Ausblick in südlicher Richtung auf den Sportplatz geniessen und ihre Pausen am Bach verbringen. Dieser soll nämlich aus seinem Untergrund gehoben und in renaturierter Form eine Art natürliche Grenze des Areals bilden. Dies hat sich der am Projekt beteiligte Landschaftsarchitekt, Thomas Kolb aus Zürich, ausgedacht. Er hat sich auch stark gemacht, dass der Baumbestand erhalten bleibt und sogar mit neuen Bäumen ergänzt wird, damit schöne Schattenplätze entstehen. Eine feine Idee, denn so wird der Schulhof zum Ort der Begegnung.

Und das liebe Geld?
Das Projekt der Nachwuchsarchitekten Marcia und Mirko Akermann mit dem Namen «Faltwerk» hat also Gefallen gefunden. Die bedeutende Frage der Finanzierung und steht allerdings noch im Raum. Ebenso gibt es noch relevante Fragen zusammen mit dem Kanton zu klären. Diese betreffen vor allem den Bachlauf. Gemeindepräsident, Beat Lindner dazu: «Mit dem Projekt gehen wir nun in eine nächste Etappe. Zuerst werden Korrekturen einfliessen, dann wird ein konkreter Vorschlag ausgearbeitet. Das letzte Wort werden die Bätterkindner an der Urne sprechen.» Vorgesehen ist dies für den Sommer 2020.

Ein Bau für alle
Doch dank dem Wettbwerb sind bereits viele Fragen geklärt. Matthias Boegli, Vorsitzender des Preisgerichts, zählte einige relevante Punkte auf, die im Wettbewerb zur Sprache kamen: Baurechtliche Aspekte, Gesamtkosten, Nachhaltigkeit, Energie, Zusammenspiel mit den anderen Schulgebäuden und dem Sportplatz, Integration ins Dorfbild, Brandschutz, Nutzbarkeit und Flexibilität, Ausrichtung der Eingangsportale und viele mehr. Aus diesem Grund waren im Preisgericht verschiedene Stimmen vertreten. Nebst Architekten und Landschaftsarchitekten auch Lehrpersonen, Hauswarte, Gemeinde- und Vereinsmitglieder. Der Neubau soll schliesslich langfristig und flexibel nutzbar sein. Mit dem «Faltwerk» liegt eine Lösung bereit, die bestimmt gute Chancen hat für eine breite Anerkennung.
Der Wettbewerb dauerte übrigens ein Jahr. Aus 42 eingereichten Projekten wurden deren zehn zugelassen und sorgfältig geprüft. Alle Modelle und Pläne sind derzeit noch im Gemeindesaal einsehbar. Wer sich also selber ein Bild machen möchte, kann die Ideen vor Ort ansehen.

Isabelle Keller

 

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