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Mit dem Rufbus mobiler werden

| Mi, 23. Okt. 2019

HEIMISWIL/AFFOLTERN: Mit dem Pilotprojekt eines Rufbusses wollen die vier Gemeinden Heimiswil, Affoltern, Rüegsau und Hasle die Mobilitätsbedürfnisse ihrer Bürgerinnen und Bürger ersichtlich machen. Das Projekt soll im Februar starten.rst.

Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger von Heimiswil und Affoltern folgten sehr interessiert den Ausführungen der anwesenden Fachpersonen über das bevorstehende Pilotprojekt des «mybuxi»-Rufbusses, welches im kommenden Jahr gestartet werden soll. Die Zusammenarbeit erfolgt mit Andreas Kronawitter, dem Geschäftsführer der Kronawitter Innovation GmbH in enger Zusammenarbeit mit der BLS. Es soll sich zeigen, ob «mybuxi» eine Ergänzung zum öffentlichen Verkehr sein kann. Andreas Kronawitter und Stefanie Wiederkehr, Projektleiterin «mybuxi Emmental» informierten die Anwesenden eingehend über das Vorhaben. Die Gemeinden Heimiswil, Affoltern, Rüegsau und Hasle b. B. wollen testen, ob die Mobilitätsbedürfnisse ihrer Einwohner/innen und Besucher/innen in der Region besser befriedigt werden können und somit entlegene Orte tagsüber zu jeder Zeit und auch abends spät noch zu erreichen sind. Sie sind sich sicher, den eingeschränkten öffentlichen Verkehr in ihren Gemeinden zu verbessern und damit als Wohngemeinde attraktiver zu werden. Der Minibus von «mybuxi» bewegt sich in einer Zwischengrösse eines grossen Busses und eines Taxis und er wird genau dann und genau dort fahren, wo er innerhalb des Einsatzgebietes angefordert worden ist. Bei grosser Auslastung könnte ein zweites Fahrzeug hinzukommen. Bestellen wird man den Rufbus über eine App oder bei Bedarf übers Telefon. In einem festgelegten Perimeter sind virtuelle Haltestellen entlang der Strecke Heimiswil – Lueg – Weier – Affoltern – Rinderbach – Rüegsbach – Rüegsau – Hasle b. B. – Biembach geplant. Die Betriebszeiten sollen sieben Tage die Woche sein, von morgens früh bis abends spät. Genaue Zeiten werden noch definiert. Wünschen mehrere Personen in die gleiche Richtung zu fahren, legt das System die Fahrten automatisch zusammen und das Angebot wird wirtschaftlicher und umweltfreundlicher. Die Fahrleis­tungen sollen mit freiwilligen Fahrerinnen und Fahrern erbracht werden, die bereit sind, sich gegen eine kleine Entschädigung in diesem Projekt zu engagieren. Dabei kann es sich sowohl um Pensionierte wie auch um beruflich noch aktive Personen handeln. Sie sollten nebst einem gültigen Fahrausweis Freude am Umgang mit Menschen haben und bereit sein, je nach Bedarf Schichten von vier bis fünf Stunden aufbringen zu können, um Fahrgäste in der Region zu transportieren. Für die Realisierung des Angebotes sind die Organisatoren auf die Mitarbeit der Einheimischen angewiesen, sei es als Fahrer/in oder als Vereins- oder Vorstandsmitglied. Seit April dieses Jahres macht Herzogenbuchsee bereits Erfahrungen mit ihrem «EBuxi», wie sie ihren Verein nennen, und die Nutzer­zahlen sind erfreulicherweise weit über den Erwartungen, sodass das Angebot bereits ergänzt werden musste.
In der anschliessenden angeregten Diskussion tauchten viele Fragen und ebenso viele Wünsche auf. Der Informationsanlass für Rüegsau und Hasle findet am Mittwoch, 5. November 2019, um 19.30 Uhr im Restaurant Krone in Rüegsbach statt.

Rosmarie Stalder

Fragen sind zu richten an: emmental@mybuxi.ch.

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