«Louenesee» von Span als Konzerthöhepunkt

| Di, 14. Jan. 2020
Das Theater «Es Gläsli in Ehre» sorgte für zahlreiche Lacher im Publikum.

KERNENRIED: Das Konzert und Theater des Jodlerchörlis Kernenried-Zauggenried gelangt noch dreimal zur Aufführung. Die Vorstellung vom 11. Januar 2020 begeisterte auf der ganzen Linie. ra 

Es ist bereits die dritte der insgesamt sechs Vorführungen des diesjährigen «Konzert & Theater» des Jodlerchörlis Kernenried-Zauggenried unter der Leitung von Christian Hubacher, die am Samstagabend, 11. Januar 2020, über die Bühne geht. Kurz vor 20.00 Uhr ist auch der letzte der 130 Plätze im Saal des Gasthofs Löwen, Kernenried, besetzt. Dicht gedrängt und bereits leicht schwitzend harrt man der Dinge, die da kommen sollen. Den Einstieg macht Hans Dysli mit seinem Schwyzerörgeli. Zwei Stücke entlockt er seinem Instrument. Dann betreten sie die Bühne, die stattlichen Männer in ihren blauen Burgundern, verziert mit blumigen Stickereien. «Bärgwanderig» von Ueli Moor erklingt. Andächtig wird gelauscht. Präsident Bernhard Kunz begrüsst nebst den ordentlichen Zuhörerinnen und Zuhörern im Saal speziell die Ehren- und Passivmitglieder sowie die Vereinsdelegationen und lässt wissen, dass das erklungene Lied dem Klub von Godi Schranz, Wirt, «Löwen», Kernenried, gespendet worden sei. «Ä liebe Mänsch» von Fredi und Emil Wallimann folgt. Auch dieses Stück wurde dem Jodlerchörli
geschenkt, und zwar von Martha Stettler, «Rössli», Zauggenried. «Stets i Truure» von Polo Hofer lässt intensiver aufhorchen – im Besonderen die Solopartien von Urs Huber, 2. Tenor. Urs Schär, 2. Bass, übernimmt ab jetzt die Moderation des Konzertabends – zur Entlastung des Präsidenten. Schär lässt wissen, dass auch dieses Lied ein Geschenk sei: von Peter Kunz, Schönbühl. «Louenesee» von Span, der vierte und zugleich letzte Vortrag vor dem Theaterstück, entpuppt sich als Höhepunkt des Abends. Gestiftet wurde das Lied von Pfarrer Daniel Sutter, Grafenried. Auch in diesem überzeugt Urs Huber auf der ganzen Linie. Wäre er Fussballspieler, er wäre längst für viel Geld von einem höher dotierten Klub abgeworben worden.

Einfach gestrickt
«Es Gläsli in Ehre»: Der Schwank in zwei Akten von Lukas Bühler, Breu­ninger Theaterverlag, Aarau, unter der Regie von Karin Sieber, ist einfach gestrickt, die Handlung von Anfang an durchschaubar. Sandra Bütikofer als äusserst resolute Bäuerin Käthy Wüest und Susanne Bütikofer als Schwiegermutter Lisbeth gehen in ihren Rollen förmlich auf. Aber auch Andreas Tschannen als Bauer Heinrich Wüest glänzt im Besonderen als Käthy-Imitator in seiner Frauenrobe. Daniel Blaser als schlagfertiger Knecht Josef und Chris­tian Duinmeijer als trinkfester Pfarrer könnten auch ihre Rollen nicht treffender ausfüllen. – Lacher auf der ganzen Linie sind garantiert.

«Am Stammtisch»
Hans Dysli begleitet mit seinem Örgeli die drei letzten Liedervorträge. «S wird wiss übers Horn i», Verfasser unbekannt, wurde dem Verein von Marianne Stucki, «Traube», Schleumen, gespendet. «Am Stammtisch», das offizielle Schlusslied des Konzertabends, müsse stets der aktuellen politischen Situation angepasst werden, lässt Urs Schär dazu verlauten. Mitsänger Peter Schär übernehme diese tragende Rolle jeweils verantwortungsvoll. Wirtin Martha Stettler heisst die Geberin dieses Liedes. «Dini Seel ä chli la bambälä la» lautet der Titel der Zugabe. Sie wird frenetisch beklatscht.

 Barbara Schwarzwald

Weitere Aufführungen: Mittwoch, 15. Januar, Freitag, 17. Januar, und Samstag, 18. Januar 2020, 20.00 Uhr, Gasthof Löwen, Kernenried.

 

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