banner

«Värsli für die Chline»

| Do, 13. Feb. 2020

RÜEGSAUSCHACHEN: Wiederum sehr gut besucht war das Angebot «Värsli für die Chline» in der Bibliothek Rüegsauschachen. Leseanimatorin Regina Meier-Gilgen faszinierte Klein und Gross diesmal mit der Geschichte vom «verlorenen Handschuh». smo
 

Leseratten und Bücherwürmer werden nicht geboren, sondern «gemacht». Und diese Machart beherrscht Leseanimatorin Regina Meier-Gilgen perfekt: Sie faszinierte diesmal beim Angebot «Värsli für die Chline» mit der Geschichte vom «verlorenen Handschuh».

Gastgeberin war Bibliothekarin Susanne Burkhalter in der Gemeindebibliothek Rüegsauschachen. Etwa ein Dutzend kleine Mädchen und Buben lauschten, erlebten und erfuhren, was es mit dem verlorenen Handschuh auf sich hatte. Dieser lag, handgestrickt – und «u-gross», wie ein kleiner Bub meinte –, mitten auf der Spielmatte am Boden. Eng beieinander im Kreis drumherum sassen die Kinder, Mamis, Papis, auf dem Schoss die Allerjüngsten. «Es schneielet, es beielet», erklang fröhlich der musikalische Auftakt. Mit jeder Strophe sangen die Kleinen lauter, vergassen die anfängliche Scheu. Einige sind schon mehrmals in dieser Värslistunde in der «Biblere» gewesen.

Das Wetter draussen war den Kindern egal. Im Buch von arsEdition, illustriert von Sharon Harmer, ist Winter. Die Bilder zeigen hohe Schneewalme, Fussspuren von Tieren und mittendrin den Handschuh, den der Förster im Wald verloren hat. Es dauert nicht lange, bis die Tiere ihn entdecken: Maus, Frosch, Fuchs, Bär schlüpfen in den Handschuh, in dem nun alle Tiere vor der Winterkälte geschützt sind.

Für jedes Tier hat Regina Meier ein Värsli oder Lied ausgesucht, das dann gleich einstudiert und aus vollem Herzen von den Kindern nachgesungen wurde. Jedes Mädchen, jeder Bub durfte die kleinen Tierfiguren in den Handschuh stecken, und damit alle mal drankamen, wurde zwischendurch nachgeschaut, ob noch alle drin waren.

Regina Meier erzählte die Geschichte lebhaft, machte gwundrig, liess immer wieder ins Bilderbuch blicken und weckte so das Interesse der Kleinen. Ganz Verwegene waren auf Erkundungstour an den grossen Kisten mit den Büchern für die Kleinen. Da waren Baggerbücher, Tiergeschichten und glitzernde Feengeschichten oder alles über den Osterhasen, den Kindergarten und Raumschiffe.
Susanne Burkhalter kannte viele der kleinen Gäste als regelmässige Besucher und liess sie gewähren. Ihr ist es wichtig, Kinder für Bücher begeistern zu können, was im grossen Bücher­angebot durchaus möglich ist.

Sylvia Mosimann

 

Neuen Kommentar schreiben

CAPTCHA
Diese Frage hat den Zweck zu testen, ob Sie ein menschlicher Benutzer sind und automatisiertem Spam vorzubeugen.

Kommende Events

Stellen

Immobilien

Diverses