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15 Kandidierende buhlen um die Gunst der Wählerinnen und Wähler

| Mi, 07. Okt. 2020

HASLE B. BURGDORF: Gemeinderatswahlen in Hasle b. B. am 18. Oktober 2020. Infolge Amtszeitbeschränkung tritt Gemeindepräsident Walter Scheidegger nicht zur Wiederwahl an. red

Am 18. Oktober 2020 wählen die Stimmbürger/innen von Hasle b. B. die Mitglieder des siebenköpfigen Gemeinderats. Die bisherige parteipolitische Zusammensetzung der Exekutive sieht folgendermassen aus: SVP 3 Sitze (inklusive Gemeindepräsidium), Hasle plus 2 Sitze, SP 1 Sitz und EVP 1 Sitz. Insgesamt buhlen 15 Kandidatinnen und Kandidaten um die Gunst der Wähler/innen. Von den bisherigen Exekutivmitgliedern stellen sich sechs zur Wiederwahl – Raymond Weber (EVP), Bruno Wegmüller, Markus Kohli (beide Hasle plus), Nicole Liechti (SP), Andreas Baumgartner und Simon Röthlisberger (beide Liste SVP). Gemeindepräsident Walter Scheidegger (SVP) darf infolge Amtszeitbeschränkung nicht mehr zur Wiederwahl antreten. Er prägte die kommunale Politik in den vergangenen 16 Jahren zunächst als Gemeinderat, dann zwölf Jahre lang als Gemeindepräsident entscheidend mit.

Die SVP muss damit bei einem Sitz auf den Bisherigen-Bonus verzichten. Dementsprechend steht sie vor einer schwierigen Ausgangslage. «Wir streben die Verteidigung unserer drei Sitze an, sind uns allerdings bewusst, dass dies keine einfache Aufgabe wird», erklärt Gabriela Rothenbühler, Präsidentin der SVP Hasle b. B. Auf eine Kandidatur für das Gemeindepräsidium verzichtet die SVP, da ihre beiden bisherigen Gemeinderäte aus zeitlichen Gründen das arbeitsintensive Amt nicht übernehmen können. «Mit unserem Netzwerk wollen wir uns auch in der kommenden Legislaturperiode für eine gemeindeübergreifende Kooperation und die Realisierung regionaler Projekte starkmachen. Weitere wichtige Themen sind die Sanierung der Ortsdurchfahrt und des Strassennetzes, die Entwicklung der Schulen, die Revision der Ortsplanung sowie eine ausgewogene Finanzpolitik. Die SVP Hasle verfolgt eine bürgernahe Politik und setzt sich für das lokale Gewerbe, die hiesigen KMU und die Landwirtschaft ein.»

Die SP tritt mit der bisherigen Gemeinderätin Nicole Liechti an und zeigt sich entschlossen, ihren Sitz zu halten. «Ich bin überzeugt, dass es in der Exekutive der Gemeinde Hasle weiterhin Platz für eine Kraft links der Mitte hat», betont Anna Käser, Präsidentin SP mittleres Emmental. «Nicole Liechti brachte in den letzten vier Jahren als Vertreterin einer jüngeren Generation frischen Wind in die kommunale Politik und leistete als Ressortvorsteherin Bildung hervorragende Arbeit. Sie hat mit der Einführung der Schulsozialarbeit einen wichtigen Impuls gesetzt. Nun geht es darum, dieses Projekt dauerhaft zu etablieren. Nicole Liechti ist zudem höchst motiviert, weitere Akzente zu setzen, um die hiesige Bildungslandschaft zukunftsfähig zu gestalten.»

Für Andreas Baumgartner, Präsident EVP Brandis, hat die Verteidigung des bisherigen Mandates ebenfalls Priorität. «Über einen zusätzlichen Sitzgewinn würden wir uns natürlich sehr freuen», erklärt er im Gespräch mit der Zeitung «D’REGION». Falls EVP-Gemeinderat Raymond Weber die Wiederwahl schafft, avanciert er in stiller Wahl zum Gemeindepräsidenten und tritt die Nachfolge von Walter Scheidegger an. «Als bisheriger Vizegemeindepräsident und Leiter des Ressorts Finanzen bringt er die notwendige Erfahrung und die erforderlichen Kompetenzen für dieses Amt mit», zeigt sich Baumgartner überzeugt. «Die EVP engagiert sich für die Interessen aller Bürgerinnen und Bürger. Wir bauen Brücken zwischen links und rechts und setzen uns stets für das Beste zum Wohle der Gemeinde ein. Die evangelischen Werte sind Teil unserer Haltung und schlagen sich natürlich auch in unserer Politik nieder.» Die EVP ist mit der EDU eine Listenverbindung eingegangen.

Für die EDU tritt als einziger Kandidat Markus Fankhauser an. Er ist mit seinen 29 Jahren der Jüngste im Kandidatenfeld. «Im Fall meiner Wahl möchte ich mich als Gemeinderat insbesondere für die Belange der Jugendlichen und jungen Erwachsenen engagieren. Weiter ist es mir ein Anliegen, den Benachteiligten und Schwächeren eine Stimme zu geben – als Rollstuhlfahrer bin ich mir bewusst, wie wichtig der Abbau von Barrieren und Partizipationshemmnissen ist.» Als EDU-Mitglied verficht Fankhauser eine Politik nach christlichen Grundwerten: «Diese prägten unser Land massgeblich und sind nach wie vor von grosser Relevanz. Ich schätze das Wählerpotenzial der EDU in Hasle auf rund zehn Prozent ein. Da Gemeindewahlen in erster Linie Persönlichkeitswahlen sind, bin ich natürlich sehr gespannt auf das Ergebnis am 18. Oktober 2020.»

Die Ortspartei «Hasle plus – aktive Bürger» beab­sichtigt, ihre beiden Sitze zu verteidigen. «Unsere bisherigen Gemeinderäte haben sich in der letzten Legis­laturperiode bewährt und bringen einen starken Leistungsausweis mit. Mit unserer Viererliste präsentieren wir der Bevölkerung eine Auswahl an Persönlichkeiten, die gewillt sind, sich für unsere Gemeinde zu engagieren», erläutert Präsident Adolf von Atzigen. «Als unabhängige Ortspartei ist Hasle plus einzig dem Wohle der Einwohner/innen verpflichtet. Wir setzen uns für eine bodenständige, breit abgestützte und fortschrittliche Politik, für eine bürgernahe, gesunde und lebenswerte Gemeinde mit einer intakten Infrastruktur und gesunden Finanzen ein.»

Markus Hofer

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