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Einwöchiger «Female Music Lab»-DJ-Workshop

| Di, 13. Okt. 2020

BURGDORF: Junge musikinteressierte Frauen belebten eine Woche lang die Kulturhalle in Burgdorf. In diesem einwöchigen «Female Music Lab» DJ-Workshop lernten die acht Kursteilnehmerinnen von professionellen DJs die Grundlagen des Auflegens. smo

Junge musikinteressierte Frauen belebten eine Woche lang die Kulturhalle Sägegasse in Burgdorf. In diesem einwöchigen DJ-Workshop «Female* Music Lab» lernten die acht Kursteilnehmerinnen von professionellen DJs die Grundlagen des Auflegens. «DJs werden nicht geboren, sie werden gemacht», sind sich DJ Juli Lee und DJ Melisa Su einig.
Sie werben: «Wer sich für die ‹Female* Music›-Angebote interessiert, braucht keine Vorkenntnisse. Das Projekt bietet einen niederschwelligen Einstieg in kreative Tätigkeiten rund um Musik», und ergänzen: «Alle, die gerne Musik machen wollen oder leidenschaftlich Musik hören, können hier Neues ausprobieren und entdecken.» Das Zielpublikum ist jung, im Alter von 15 bis 25 Jahren, dadurch sei eine Zusammenarbeit mit Jugendkulturhäusern, Schulen und Clubs möglich.
Stefan Günter, Co-Betriebsleiter Kulturhalle Sägegasse, freut sich über den Projektstart, so «wurde die Kulturhalle doch genau für solche Projekte ins Leben gerufen».

Mut machen
Juli Lee und Melisa Su coachten diese Musikwoche, lehrten Aline, Maïla, Laura, Ella, Julia, Jael und Jana (die Jüngste, 15-jährig) die Grundlagen des Auflegens, wie Musikmixen funktioniert. «Wenn die technischen Kenntnisse sitzen, gehts ans Probieren, das Üben von Übergängen zwischen den Songs und dem Spannungsaufbau für das Publikum.»
Der Workshop soll jungen Frauen Mut machen. Sich in eine (bis dahin) männerdominierte Domäne vorzuwagen soll auch ihr Selbstvertrauen wecken. Als Vorwissen sind einzig Leidenschaft und Neugier gefragt, lacht Ursina Anesini, Co-Projektleitung.
Juli Lee ist es ein Anliegen, dass die zukünftigen DJs lernen, Musik nach Qualität und nicht nach Quantität auszusuchen. «Es braucht sicher etwas Mut, als DJ einen Abend vor kleinem oder grossem Publikum zu eröffnen. ‹Gspüri› ist eine Voraussetzung für den Erfolg, zu fühlen, welches der richtige Track im richtigen Augenblick ist», sagt Juli Lee.

Female Music Lab
Helvetiarockt lanciert das Programm «Female* Music Production» zur Stärkung und Entwicklung der Kompetenzen in den Bereichen Aufnahme und Produktionstechnik. «Female* Music Lab» ist das Projekt und steht für Nachwuchsförderung und Empowerment für junge Frauen in Popmusik, Kreativität und Technik. Grund für das Engagement ist die Tatsache, dass der Anteil an Musikproduzentinnen und Tontechnikerinnen weniger als fünf Prozent beträgt.
Ziel von Helvetiarockt ist es, eine systematische und nachhaltige Förderung anzubieten, als wichtigen Teil für die Chancengleichheit in Jazz, Pop, Rock und für die allgemeine Stärkung von Mädchen und Frauen in der Privat- und Berufswelt.

2500 Titel
Das Projekt von Helvetiarockt wurde in Zusammenarbeit mit der Drosos Stiftung, der Stadt Burgdorf und der Kulturhalle Sägegasse Burgdorf angeboten. Bis es nun so weit ist, dass die Workshopteilnehmerinnen beispielsweise aus einem Stock von 2500 Musiktiteln auflegen können, braucht es nur noch Gelegenheiten zum Erfahrung-Sammeln. Der Einstieg basiere auf Mund-zu-Mund­-Propaganda, sind sich Maïla und Laura sicher. Die Teilnehmerinnen, allesamt begeistert von der Infrastruktur der Kulturhalle, schätzen es, dass in verschiedenen Räumen und Lautstärken das Know-how umgesetzt werden konnte.

Sylvia Mosimann

Weitere Informationen auf der Website www.femalemusiclab.ch.

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