Teenager schlafen wegen Smartphone zu wenig

| Mi, 27. Jan. 2021

REGION: 974 Berner Jugendliche wurden zum möglichen Schlafmangel befragt. 43,6 Prozent gaben an, dass ihr Smartphone-Konsum dazu führe, dass sie zu wenig schlafen. zvg

Im Rahmen der Suchtpräventions-Workshops an Oberstufenschulen befragte das Blaue Kreuz im Jahr 2020 insgesamt 974 Oberstufenschülerinnen und -schüler im Alter von 12 bis 17 Jahren zu ihrer Gesundheit. 43,6 Prozent der Schülerinnen und Schüler sind der Meinung, dass ihr Smartphone-Konsum dazu führt, dass sie teilweise zu wenig schlafen können. An zweiter Stelle sind es die Hausaufgaben, welche zu 27,5 Prozent den Jugendlichen den Schlaf rauben. Auch Hobbys wie Sporttrainings tragen laut den Befragten dazu bei, dass sie nicht genügend schlafen (16,3 Prozent). Die Angaben zum Schlafverhalten widerspiegeln die subjektiven Einschätzungen der Jugendlichen. Mehrfachnennungen waren möglich.

Psychische Beschwerden aufgrund des Schlafmangels
Ein guter Schlaf ist elementar für das eigene Wohlbefinden. Eine aktuelle Untersuchung von 4790 Jugendlichen kommt unter anderem zum Ergebnis, dass Schlafstörungen bei Jugendlichen – mit einer grossen Wahrscheinlichkeit – zu einer schlechteren psychischen Verfassung in späteren Jahren führen werden. Dies kann dann beispielsweise die Entstehung von Depressionen fördern. Die Probanden mit Depression schliefen pro Nacht ungefähr 30 Minuten später ein. Einige davon berichteten von einer stark verschlechterten Schlafqualität und -dauer. Die Erkenntnisse zeigen auf, dass ein gesunder Schlaf unbedingt mehr Beachtung finden muss, um die Gesundheit von Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu verbessern. Hingegen sind gerade im Jugendalter kurzzeitige Schlafstörungen noch kein Grund zur Sorge. zvg

 

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