Emmentalischer Musikwettbewerb 2022

  20.09.2022 Aktuell, Burgdorf, Kultur, Jugend, Gesellschaft

In Zusammenarbeit mit dem Emmentalischen Musikverband (EMV) organisieren die Musikschulen Sumiswald, Huttwil, Region Burgdorf und Ober-
emmental Langnau seit etlichen Jahren die Austragung des Wettbewerbs für Blasinstrumente. Der diesjährige Austragungsort war am vergangenen Samstag erstmals dieMusikschule Sumiswald. Der Verband EMV setzt sich sehr stark für die Jugendförderung ein mit dem Ziel, mehr Kinder und Jugendliche für die Blasmusik zu begeistern. Die Musikschulen sind wichtige Bildungseinrichtungen, leisten einen grossen Beitrag zur Kulturförderung in den Regionen und die Wissenschaft bestätigt immer wieder den positiven Einfluss des Musizierens auf die persönliche Entwicklung. Mit dem Musikwettbewerb leisten die Schulen einen bedeutenden Beitrag zur Nachwuchsförderung.

Vorträge
An die 40 junge und erwachsene Solistinnen und Solisten sowie drei Ensembles stellten sich am vergangenen Wochenende den Anforderungen und zeigten ihr Können. Die Teilnehmenden sind jeweils in Alterskategorien eingeteilt. Ein buntes Musikspektakel, abwechselnd erzeugt von Klarinetten, Trompeten, Saxofonen, Fagotten, Cornetts, Querflöten, Posaunen, Es-Hörnern, einem Euphonium, einer Oboe und einem lautstarken Schlagzeug-Vortrag, erfüllte die Aula in Sumiswald. Jeder einzelne Vortrag wurde von einer Lehrperson am Klavier begleitet. Etliche der jungen Musikantinnen und Musikanten spielen bereits in Musikgesellschaften, in Jugendmusiken oder in Brassbands mit. Mit einer bemerkenswerten Sicherheit stellten sie sich der Jury sowie dem Publikum. Nebst den Solis­tinnen und Solisten nahmen auch drei Ensembles am Wettbewerb teil, eines davon in der Altersklasse der Dreizehn bis Siebzehnjährigen.
In der Erwachsenen-Kategorie hat die Gruppe «Biembläch» eine spezielle Geschichte. Die Gruppe entstand aus der Idee zweier Familienväter während der Zeit der Pandemie. Mit ihren Söhnen formierten sie sich zu einem Ensemble und überbrückten diese nicht ganz einfache Zeit mit Musik. Im dritten Ensemble zeigte sich der Vorstand des Emmentalischen Musikverbandes.

Beurteilung
Als Bewertungsgrundlage dient ein Punktesystem, das bis zu 100 Punkten reicht. Die klassischen Faktoren wie Intonation, Rhythmik, Dynamik, Musikalität usw. werden jeweils von der Jury beurteilt und daraus ergibt sich der Schlusspunktestand. Als Jurorin amtierte Daniela Jordi-Körte. Sie wurde an der Musikhochschule Luzern in Klarinette ausgebildet und schloss ihre Studien mit einem Lehr- und Orchesterdiplom ab. Der Juror Armin Renggli unterstützte Daniela Jordi-Körte. Er studierte Euphonium, ebenfalls an der Musikhochschule Luzern, und schloss mit dem Lehrdiplom ab. Er ist Schulleiter und unterrichtet an der Musikschule Pfaffnau. Daniela Jordi-Körte und Armin Renggli sind bekannte, kompetente Musiker mit einem grossen Fachwissen.
Martin Sägesser, der Vizepräsident des EMV, führte durch den musikalischen Tag. Er betonte, dass es ganz sicher keine Verlierer geben werde an diesem Anlass. Familienangehörige und Musikfreunde schenkten den Musizierenden ihre ganze Aufmerksamkeit und unterstützten sie mit ihrem Dasein. Ueli Kipfer, der Schulleiter der Musikschule Oberemmental, äusserte sich sehr positiv über den allgemeinen Vorbereitungsstand und das hohe Niveau der Schülerinnen und Schüler. Das erste Auftreten in einem kleinen, geschützten Rahmen gäbe den jungen Musikantinnen und Musikanten jedes Jahr mehr Sicherheit und Selbstvertrauen. Sehr viele würden in den kommenden Jahren noch sicherer und fortgeschrittener zu den Wettbewerben erscheinen, um sich mit andern zu messen. Die Musikantinnen und Musikanten warteten mit grosser Spannung auf die Rangverkündigung. Bis diese stattfand, versüsste die Regio-Jugendmusik Emmental den Anwesenden mit einem Konzert die Wartezeit. Ihr Dirigent Cedric Fuhrer hatte Stücke aus dem diesjährigen Programm «Tributes» ausgewählt.

Rosmarie Stalder

Kategorie 1
1. Platz: Levin Mathys, MS Burgdorf, Cornett, mit dem Stück «A Cowboy’s Life»; 2. Platz: Martin Röthlisberger, MS Burgdorf, Cornett, mit dem Stück «Lyra»; 3. Platz: Lukas Kromer, MS Burgdorf, Es-Horn, mit dem Stück «Danse Hongroise».

Kategorie 2
1. Platz: Isabella Mani, MS Oberemmental, Klarinette, mit dem Stück «A Klezmer Overture»; 2. Platz: Milo Kubat, MS Oberemmental, Alt-Saxofon, mit dem Stück «Suite Nr. 2,Prelude»; 3. Platz: Yanis Rüfenacht, MS Burgdorf, Es-Horn, mit dem Stück «Fantasie Brillante».

Kategorie 3
1. Platz: Eline Kropf, MS Oberemmental, Saxofon, mit dem Stück «Pequena Czarda»; 2. Platz: Anja Gygax, MS Burgdorf, Cornett, mit dem Stück «The Ash Grove»; 3. Platz: Nadine Meister, MS Sumiswald, Querflöte, mit dem Stück «Sonata pour flute et piano».

Kategorie P3
1. Platz: Martin Eggimann, MS Sumiswald, Schlagzeug, mit dem Stück «Wilddrums Improvisation».

Kategorie 4
1. Platz: Thierry Stalder, MS Burgdorf, Cornett, mit dem Stück «Ballet Szene»; 2. Platz: Tobias Nussbaumer, MS Sumiswald, Posaune, mit dem Stück «Concertino»; 3. Platz: Lars Gygax, MS Burgdorf, Euphonium, mit dem Stück «Fantasie Brillante».

Kategorie 5
1. Platz: Klarinetten-Ensemble «Klarifive», Vera Jost, Selma Häusler, Sarina Mathys, Tabea Jordi und Julianne Bieri, alle MS Burgdorf, mit «Drei Klezmer Trios».

Kategorie 6
1. Platz: Ensemble Vorstand des Emmentalischen Musikverbandes mit dem Stück «Stam & Stacy»; 2. Platz. Ensemble «Biembläch» mit dem Stück «Feel it Still».


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