Burgdorfs Sportlandschaft ist in Bewegung
23.09.2026 BurgdorfZur jährlichen Informationsveranstaltung Sport trafen sich vergangenen Donnerstag Vertretende aus Sport und Politik beim Mobiliar Outdoor Fitnesspark gegenüber des Eingangs des Burgdorfer Freibads. Ziel war es, über die Popularität des neuen Sportorts auf der Badimatte zu informieren. Eröffnet worden war der Outdoor Fitnesspark am 1. Juli 2026 – Zeit für eine erste Bilanz.
Stadtrat Jonas von Allmen, Präsident des Fördervereins, freut sich über den gelungenen Start eines Projekts, das ihm seit der Coronapandemie ein Anliegen war. Nach der Überwindung politischer Hürden durfte der Förderverein Outdoor Fitnesspark auf grossartige Unterstützung lokaler Unternehmer/innen zählen. Entstanden sei ein Ort, der für alle Altersgruppen niederschwellige Möglichkeiten biete, kostenlos Sport zu treiben. Der Platz werde von Sportlern/-innen rege besucht und stets sauber hinterlassen. Im November pflanzt die Stadt, die sich um den Unterhalt der Anlage kümmert, sieben Bäume als Schattenspender.
Während der Ansprache von Allmens trainierten viele junge Erwachsene und Kinder an den Fitnessgeräten.
Leitbild, Förderbeiträge und Hallenverteilung für Sportler/innen
Später dislozierten die Gäste ins «Schützenhaus» zum offiziellen Informationsanlass. Nach Begrüssungen durch Gemeinderat Michael Ritter und Serge Aeschbacher, Präsident der Sportkommission, übernahmen die Verantwortlichen der Stadt: Karin Schaad, Sportbeauftragte, sprach über die Überarbeitung des Sportleitbilds von 2010: Die Zunahme des Individualsports und Nachwuchssorgen in Vereinsvorständen hätten die Sportlandschaft deutlich verändert. Die Stadt trägt dieser Tatsache mit gezielter finanzieller Förderung Rechnung. Während Burgdorf bisher den Breitensport förderte, muss im neuen Leitbild auch der Spitzensport einbezogen werden. Auch Barrierefreiheit und Gleichberechtigung sowie ein frühzeitiger Einbezug des Sports in Arealentwicklungen sind in den neuen Leitsätzen verankert.
Madeleine Kunz, Immobilien, sprach über das neue Online-Reservationssystem, das ab dem 1. Januar 2027 die Hallenvergabe vereinfachen soll. Damit können künftig die Raumbelegungen online eingesehen und kurzfristig angepasst werden. Das bringe eine bessere Auslastung der Hallen und weniger administrativen Aufwand.
Erfahrungen und Rückmeldungen der Sportvereine
Kunz erklärte, dass die Hallenverteilung neu geregelt worden sei, weil der Druck nach zusätzlichen Hallenzeiten, insbesondere für Kinder und Jugendliche, enorm zugenommen habe. Die Nachfrage konzentrierte sich auf die frühen Abendstunden. Durch die historisch gewachsenen Hallenzeiten entstanden ungünstige Leerzeiten. Trotz persönlichen Gesprächen konnte keine nachhaltige Verbesserung erzielt werden, weshalb man sich für eine Neuverteilung entschied. Die Verantwortlichen schufen einheitliche und transparente Kriterien und machten die Neuverteilung anonym. Obwohl das Verständnis für die Komplexität der Hallenverteilung gross ist, lehnen einige Vereine die Neuzuteilung ab und nehmen die ihnen angebotene Hallenzeit nicht in Anspruch.
Die anschliessende Diskussion drehte sich vorwiegend um die Hallenzuteilungen und die geplanten Turnhallensanierungen. 15 Vereine haben sich im «Sportnetz Burgdorf+» zusammengeschlossen. Die Verantwortlichen der Stadt nehmen die Gelegenheit wahr, mit diesen Vereinen zufriedenstellende Lösungen zu finden.
Text und Bilder: Helen Käser






