In Burgdorf eröffnet die BoulderBurg
07.10.2026 Burgdorf, Burgdorf, Sport, FotoIn Burgdorf kann bald gebouldert werden. Nach einer mehrjährigen Suche eröffnet der gemeinnützige Boulderverein Boulderhalle Burgdorf an der Dunantstrasse 4 die BoulderBurg. Damit entsteht erstmals eine Boulderhalle in der Region. Der Verein möchte mit der BoulderBurg einen Treffpunkt für Menschen jeden Alters und einen neuen Ort für Sport, Begegnung und Gemeinschaft im unteren Emmental schaffen.
Ein Herzensprojekt mit langer Vorgeschichte
Der Weg dahin war lang. Laut einer Medienmitteilung verfolgte die bereits vor mehreren Jahren gegründete Interessengemeinschaft Kletterhalle Emmental (IGKE) ursprünglich das Ziel, eine Kletterhalle im grösseren Stil im Emmental zu realisieren. Da sich die Suche nach einem geeigneten Standort und die Realisierung einer klassischen Kletterhalle als sehr schwierig erwies, organisierte sich die IGKE vor drei Jahren um, und verfolgte neu die Idee einer Boulderhalle. Dies weil eine Boulderhalle aufgrund der räumlichen Voraussetzungen bei der Standortsuche mehr Möglichkeiten bietet. Anfang dieses Jahres bot sich schliesslich die entscheidende Gelegenheit: Die IGKE stiess auf die heutige Halle an der Dunantstrasse in Burgdorf. Nach zahlreichen Abklärungen, einer intensiven Planung und viel ehrenamtlichem Engagement konnte das Projekt schliesslich realisiert werden. Roman Brand, Präsident des Vereins Boulderhalle Burgdorf, sagt dazu: «Nach so langer Suche ist es für uns kaum zu glauben, dass wir nun tatsächlich unsere eigene Boulderhalle eröffnen können. Die BoulderBurg ist für uns ein echtes Herzensprojekt.»
Ein Treffpunkt für alle
Die BoulderBurg richtet sich ausdrücklich nicht nur an erfahrene Bouldernde. Michaela Hänni, Medienverantwortliche des Vereins, führt dazu aus: «Wir möchten insbesondere Kinder und Jugendliche früh für den Bouldersport begeistern. Durch die Zusammenarbeit mit der Stadt möchten wir verschiedene Möglichkeiten nutzen, um den Sport niederschwellig zugänglich zu machen – beispielsweise über Schulen und den Schulsport, den Ferienpass, sowie weitere Angebote. Darüber hinaus möchten wir Kurse für Interessierte anbieten, die bisher noch keine Erfahrung mit Bouldern haben. So können sie den Sport in einer begleiteten und ungezwungenen Umgebung kennenlernen und die Freude und Begeisterung am Bouldern entdecken.» Auch ausserhalb des regulären Boulderns soll die Halle vielfältig genutzt werden. Geplant sind unter anderem Boulder-Wettbewerbe, Kooperationen im Bereich des therapeutischen Boulderns, Angebote und Möglichkeiten für Menschen mit besonderen Bedürfnissen sowie für Teamevents und Firmenanlässe. Der gemeinnützige Verein will mit der BoulderBurg einen Ort schaffen, an dem Sport und Gemeinschaft selbstverständlich zusammengehören. «Wir möchten, dass man in die BoulderBurg kommen kann, ohne bereits zu wissen, wie Bouldern funktioniert. Man kann Sport machen, Freunde/-innen treffen, etwas trinken oder einfach zuschauen. Die Halle soll ein Ort sein, an dem sich unterschiedliche Menschen begegnen», so Manuel Hänni.
Auf rund 500 Quadratmetern Hallenfläche stehen den Besucherinnen und Besuchern künftig rund 320 Quadratmeter Boulderfläche mit etwa 100 Routen zur Verfügung. Die Boulderwände sind bis zu 4,5 Meter hoch. Doch die BoulderBurg soll bewusst mehr sein als eine Halle zum Bouldern. Ein rund 50 Quadratmeter grosser Fitnessbereich ergänzt das Sportangebot. Für die jüngsten Besucherinnen und Besucher gibt es einen 25 Quadratmeter grossen Kinderbereich. Ein unbetreutes Bistro gibt auch Begleitpersonen, die selbst nicht bouldern, die Gelegenheit zum Verweilen, Zuschauen und sich Austauschen.
Burgdorf bekommt ein neues Sport- und Freizeitangebot
Bouldern hat sich in den vergangenen Jahren zu einer beliebten und niederschwelligen Sportart entwickelt. In der Region Burgdorf fehlte bisher jedoch eine eigene Boulderhalle. Mit der BoulderBurg möchte der Verein diese Lücke schliessen. Auch die Stadt Burgdorf zeigte sich am Projekt interessiert und unterstützte es. «Die Stadt Burgdorf hat unser Vorhaben von Anfang an positiv begleitet und uns finanziell mit einem grosszügigen Beitrag unterstützt. Darüber hinaus stehen wir im Austausch mit der Sportkommission sowie der Bildungsdirektion. Für die offene und angenehme Zusammenarbeit, das Interesse an unserem Projekt und die wertvolle Unterstützung sind wir sehr dankbar. Wir sind überzeugt, dass Bouldern eine sehr niederschwellige und gleichzeitig soziale Sportart ist, die Menschen unabhängig von Alter und sportlichem Hintergrund zusammenbringt. Wir haben das Gefühl, dass auch die Stadt Burgdorf dieses Potenzial erkennt und einen entsprechenden Bedarf in der Bevölkerung sieht», sagte Michaela Hänni.
Text: Benjamin Siegrist/zvg
Bilder: zvg










