Neue Co-Departementsleiterin der Psychiatrie ernannt

  11.03.2026 Burgdorf, Burgdorf

Das Spital Emmental ernennt Claudine Kroužel zur neuen Co-Departements­leiterin der Psychiatrie. Sie folgt auf Christine Frötscher, die sich per Mai 2026 frühzeitig pensionieren lässt.
Claudine Kroužel ist eine erfahrene Psychologin und Psychotherapeutin mit langjähriger Führungserfahrung im psychiatrischen Umfeld. Sie verfügt nebst einem Executive MBA in Medical Management über eine fundierte psychologische Ausbildung sowie vielfältige Weiterbildungen in Psychotherapie, Traumatherapie und psychosozialer Versorgung. So hat sie nach dem Psychologiestudium den Fachtitel Fachpsychologin für Psychotherapie FSP wie auch die Zertifikate als Gruppenanalytikerin SGAZ, in psychologischer Nothilfe NNPN sowie als Psychoonkologische Psychotherapeutin SGPO erworben.
Seit 2017 ist Claudine Kroužel als Chefpsychologin und Leiterin des Klinisch-Psychologischen Dienstes der Privatklinik Wyss AG tätig. Ausserdem arbeitet sie seit mehreren Jahren für psychotherapeutische Weiterbildungsinstitute als Lehrtherapeutin, Supervisorin und Dozentin und für die Stiftung Carelink als Notfallpsychologin. Bereits früher hat sie während mehrerer Jahre am Spital Emmental in Langnau gearbeitet, zuerst als Psychologin, später als leitende Psychologin und Leiterin des psychiatrischen Ambulatoriums. Ab August 2026 wird Claudine Kroužel das Departement Psychiatrie in einer Co-Leitung mit Chefarzt Michael Strehlen führen.

Weiterentwicklung der Psychiatrie
«Claudine Kroužel bringt langjährige Erfahrung als Psychologin in Führungsfunktionen mit sowie eine breit gefächerte betriebswirtschaftliche und fachliche Weiterbildung. Ihre vertiefte Kenntnis der überregionalen Gegebenheiten in der psychiatrischen Versorgung, ihr Verständnis von Interprofessionalität und ihre hohe Leader­ship-Kompetenz haben das Wahlgremium überzeugt», sagt Regula Feldmann, CEO des Spitals Emmental.
Die Psychiatrie wie auch das gesamte Gesundheitswesen stehen inmitten von weitreichenden Veränderungen: Ein zunehmender Fachkräftemangel, struktureller Wandel von stationären hin zu ambulanten, wohnortsnahen Versorgungsmodellen sowie die verstärkte Nutzung regionaler Synergien prägen deren künftige Entwicklung. «Vor diesem Hintergrund ist es entscheidend, eine Führungspersönlichkeit mit fachlicher Tiefe, hoher Vernetzung und starker Integrationsfähigkeit zu gewinnen», so Regula Feldmann und fährt fort: «Mit ihrer psychologischen Expertise und ihrem ausgeprägten Verständnis für moderne Versorgungsmodelle sowie die Entwicklung neuer Berufsfelder und Rollen bringt Claudine Kroužel beste Voraussetzungen mit, um die Psychiatrie Emmental in dieser anspruchsvollen Transformationsphase erfolgreich weiterzuentwickeln.»

Dank an Christine Frötscher
Christine Frötscher hat in den letzten 15 Jahren – in Co-Leitung mit dem jeweiligen Chefarzt – die psychiatrische Grundversorgung im Emmental massgeblich geprägt und mit viel Geschick kontinuierlich weiterentwickelt. Sie setzte sich konsequent für ein qualitativ hochstehendes, niederschwelliges und nicht stigmatisierendes Angebot für Menschen in psychischen Krisen ein. Sie trug wesentlich und erfolgreich dazu bei, die Interprofessionalität zu stärken und das Modell einer dualen Führung in allen Bereichen des Departements der Psychiatrie zu verankern. Christine Frötscher förderte durch konsequente Netzwerkarbeit über die Spitalgrenzen hinaus die Verankerung von psychiatrischen Angeboten in der Region Emmental und setzte sich so konsequent für eine wohnortsnahe psychiatrische Versorgung ein.
Der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung danken Christine Frötscher bereits heute für ihr ausserordentliches Engagement und ihre langjährige, wertvolle Arbeit für die Psychiatrie Emmental.

Text und Bild: zvg


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