Neues Leben im historischen Depot Burgdorf

  04.02.2026 Burgdorf, Kultur, Burgdorf, Gesellschaft

Aus dem historischen Depot in Burgdorf soll eine Erlebniswelt mit Begegnungsort werden. Die BLS-Stiftung will das Depot in den kommenden Jahren gemeinsam mit der Bevölkerung weiterentwickeln und zugänglich machen. Die gemeinnützige Stiftung mit Sitz in Bern widmet sich dem Erhalt, der Pflege und der Präsentation des historischen Erbes der BLS und ihrer Vorgängerbahnen. Das Projekt fügt sich nahtlos in die aktuelle Entwicklung von Burgdorf ein und soll seine Wirkung weit über die Stadtgrenzen hinaus entfalten. Dieses Potenzial sieht auch die Stadt Burgdorf und unterstützt das Projekt finanziell und ideell. 
Die BLS-Stiftung verfolgt ein ambitioniertes Ziel: Aus dem historischen Depot in Burgdorf, direkt an den Bahngeleisen, soll ein lebendiger Begegnungs- und Erlebnisort werden. Das Projekt wird gemeinsam mit der Bevölkerung entwickelt, darunter insbesondere auch jungen Menschen. Eine breit abgestützte Expertise bringen Fachpersonen aus den Bereichen Tourismus, Eventorganisation, Kulturerbe und Industriegeschichte sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Gremien und Organisationen in der Stadt Burgdorf und der Bevölkerung ein. Stark eingebunden werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stiftung sowie der Stiftungsrat. Für die Kreation dieser Erlebniswelt hat die BLS-Stiftung mit Violetta Vitacca eine externe Projektleiterin engagiert. Die zukünftige Erlebniswelt soll sich nahtlos in die städtische Evolution einfügen, als öffentlicher Ort dienen und Raum für neue Ideen bieten. 

Bahnhistorie und Zukunftsvision 
«Unser Ziel ist es, das Depot nicht einfach zu erhalten, sondern als lebendigen Ort weiterzuentwickeln», betont Christian Maurer, neuer Leiter der Geschäftsstelle der BLS-Stiftung, in einer Medienmitteilung. Dabei behält das bahnhistorische Erbe seine zentrale Rolle: Pioniergeist, Abenteuerlust und technische Entwicklungen werden erlebbar und attraktiv inszeniert. «Wir sehen die einmalige Chance, unser bahnhistorisches Erbe zeitgemäss zu vermitteln und gleichzeitig neue Perspektiven zu eröffnen.» Der neu belebte Ort soll Wissen bewahren, neugierig machen und zur aktiven Auseinandersetzung mit Vergangenheit und Zukunft anregen. Gleichzeitig wird das Depot einem breiteren Verwendungszweck geöffnet: Kulturelle Anlässe, Pop-up-Betriebe, private Veranstaltungen und die Einführung von festen Öffnungszeiten werden den historischen Ort nach und nach auch zu einem Begegnungsort machen.
Dies ist ganz im Sinne der Stadt Burgdorf, welche die Entwicklung des Quartiers «Bahnhof Nord» in den kommenden Jahren weiter vorantreiben möchte. «Ein kultureller Ort und ein museales Angebot an diesem Standort sind für uns ideal – und eine sinnvolle Ergänzung zum bestehenden Angebot in Burgdorf», erklärt Stefan Berger, Stadtpräsident von Burgdorf. «Deshalb hat sich der Gemeinderat entschieden, das Projekt finanziell und mit Know-how zu unterstützen. Wir freuen uns auf das breit abgestützte Engagement und die Bereicherung für Burgdorf.» 

Erster Testbetrieb im Frühling 2027 
Bereits 2024 lancierte die BLS-Stiftung ein Vorprojekt. Dieses lieferte wichtige Grundlagen und Ideen für die Umsetzung. Derzeit läuft die Visions-Phase: In Workshops mit Einbezug der internen und externen Mitwirkenden wird in den kommenden Monaten das Angebot konzipiert und die Erlebniswelt konkretisiert. Die Öffnung und der Testbetrieb sind für den Frühling 2027 geplant. «Die Menschen sollen das Depot als ihren Ort erleben können – als Plattform für Mitgestaltung, Austausch und Inspiration», ergänzt Projektleiterin Vitacca. «Wir setzen auf modulare Formate und laufende Weiterentwicklung, im Hinblick auf eine gemeinschaftliche Erlebniswelt, basierend auf einem lebendigen Kulturgut.» 
Finanziert wird das Gesamtprojekt durch Eigenleistungen, Erträge aus dem Betrieb sowie durch öffentliche und private Drittmittel. Die Mittelbeschaffung ist angelaufen und erste Zusagen sind bereits eingegangen.

Ideen einbringen: Zukunftsgruppe
Was braucht es im Depot Burgdorf? Sind die geplanten Angebote zukunfts­tauglich? Die Zukunftsgruppe beantwortet diese Fragen aus Sicht der jungen Generation. Sind Sie unter 30 und möchten sich engagieren? Interessierte melden sich direkt bei der Projektleiterin (violetta.vitacca@bls-stiftung.ch).

Text: zvg
Bild: Jürg Bolliger
Aktuelle Informationen zum Projektfortschritt finden sich in den Social-Media-Kanälen (bls.historic) und auf der Internetseite der BLS-Stiftung (bls.ch/historic). 


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