Informationsveranstaltung zur anstehenden Schulraumerweiterung

| Mo, 17. Sep. 2018

WILER: Letzte Woche stellte die Gemeinde Wiler die Machbarkeitsstudie über die in den nächsten Jahren notwendige Schulraumerweiterung vor. In einer an die Diskussion anschliessenden Konsultativ-Abstimmung gaben die Anwesenden dem Umbau und der Sanierung der bestehenden Gebäude den Vorzug. afu.

Rund sechzig Interessierte fanden vergangene Woche den Weg in die Aula Wiler, wo die Gemeinde zu einer Informationsveranstaltung zum Schulhaus eingeladen hatte. Unter den Anwesenden befanden sich neben Einwohnern der Gemeinde selbst auch einige Interessierte aus der Nachbargemeinde Zielebach, darunter Gemeindepräsident Hans-Ulrich Käser.
Nach der Begrüssung erläuterte Chris­toph Jutzi, Gemeinderatspräsident von Wiler, die Vorgeschichte zu diesem Informationsabend. Die im letzten Jahr von der Gemeinde beauftragte Schulraum-Analyse hatte nämlich ergeben, dass in Wiler akut zu wenig Schulräume zur Verfügung stehen und bereits ab diesem Sommer Lösungen gefunden werden mussten. Mit der Gemeinde Zielebach konnte eine vorläufige Lösung gefunden werden, indem ab Sommer 2019 zwei Klassen im Zielebacher Schulhaus unterrichtet werden. Gleichzeitig gab der Gemeinderat eine Machbarkeitsstudie bezüglich Schulraumerweiterung in Auftrag.
Da die beiden bestehenden Schulgebäude von 1930 und 1970 saniert werden müssen, wurde dieser Umstand gleich mit in die Studie aufgenommen.

Zwei von insgesamt sieben Varianten denkbar
Wie der mit der Machbarkeitsstudie beauftragte Architekt Fabian Vögeli erklärte, seien insgesamt sieben Varianten geprüft worden. Aufgrund von verschiedenen Argumenten kämen im Grunde aber nur zwei Möglichkeiten der Schulraumerweiterung in Frage. Einerseits könnte das alte Schulhaus, das heute drei Wohnungen beherbergt, zur ursprünglichen Nutzung zurückgeführt werden. Bei dieser rund 5,7 Millionen teuren Variante würde das «neue» Schulhaus nur sanft renoviert und die beiden Gebäude mit direkten Zugängen verbunden. Allerdings sei bei dieser Variante nicht sicher, ob nicht plötzlich noch unvorhergesehene Kosten anfallen könnten.
Die andere Variante sei ein kompletter Neubau neben dem heutigen Schulhaus. Diese entspreche den heutigen Bedürfnissen nach Lehrplan 21, sei aber mit 13,7 Millionen wesentlich teurer.
Eine dritte, durchaus denkbare Variante sei die Sanierung des «neuen» Schulhauses mit einer Erweiterung gewesen, meinte Fabian Vögeli: «Da das neue Schulhaus ein Skelettbau ist, wäre ein solches Vorhaben einfach durchzuführen – weil die Kosten aber fast gleich hoch wären wie bei einem Neubau, haben wir diese Variante wieder fallen lassen.»

Finanzen gaben den Ausschlag für die Umbau-Variante
Finanzverwalter Hugo Tobler erläuterte schliesslich, wie sich der Umbau oder ein Neubau finanziell auf die Gemeinde auswirken. Da die Investitionskosten nach dem neuen Rechnungsmodell HRM2 innerhalb von 25 Jahren linear abgeschrieben werden müssen, muss die Gemeinde den Steuerfuss in jedem Fall anheben – bei der Variante Neubau mit insgesamt vier Steuerzehnteln massiv mehr als bei der Umbau-Variante.
Nach angeregten und konstruktiven Diskussionen, bei denen sich erfreulich viele der Anwesenden zu Wort meldeten, führte Gemeinderatspräsident Christoph Jutzi eine Konsultativ-­Abstimmung durch, bei der sich praktisch alle Anwesenden für die Umbau-Variante und gegen einen Neubau äusserten.
Die Unterlagen zur Machbarkeitsstudie liegen übrigens noch bis am 21. September 2018 in der Gemeindeverwaltung auf. Allfällige Meinungen und Anregungen können dem Gemeinderat und der Bau- und Liegenschaftskommission bis zu diesem Zeitpunkt ebenfalls noch eingegeben werden. Über einen Kredit zu diesem Projekt wird an der Dezember-Gemeindeversammlung abgestimmt werden.

Andrea Flückiger

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