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«Ich möchte meine Gäste neugierig auf die Burgdorfer Bierkultur machen»

| Mo, 11. Feb. 2019

BURGDORF: Ab Donnerstag, 14. Februar 2019, ist die Wirtschaft zum Schützenhaus wieder geöffnet – «D’REGION» unterhielt sich mit dem neuen Betriebsleiter Alexander Thörig. red

Anfang November 2018 hat die Burgdorfer Gasthausbrauerei bekannt gegeben, dass sie die traditionsreiche Wirtschaft zum Schützenhaus von der Techpharma Management übernimmt. Seit Mitte Januar ist die Gaststätte geschlossen, ab dem 14. Februar 2019 steht sie den Gästen ab 17.00 Uhr wieder offen. «D’REGION» hat sich mit dem neuen Betriebsleiter Alexander Thörig darüber unterhalten, was in der Zwischenzeit gegangen ist, wie sich das Schützenhaus seinen Gästen präsentiert und wie es in Zukunft aussehen soll.

«D’REGION»: Was hat Sie daran gereizt, Betriebsleiter des Burgdorfer Schützenhauses zu werden?
Alexander Thörig: Verschiedene Gründe haben den Ausschlag gegeben: Zum einen ist es die Kombination von Brauerei und Gastronomie. Ich finde es spannend, Bier mit Speisen zu verbinden. Zum anderen ist es die Lage im Emmental, das ich gerne mag und wo ich gut vernetzt bin. Dazu kommt die Bedeutung des Schützenhauses, die es für Burgdorf und Umgebung hat. Die Tradition und der Symbolgehalt des altehrwürdigen Hauses erfüllen mich mit Demut und Respekt, aber auch mit Stolz und Motivation.

«D’REGION»: Was haben Sie und die Initianten des Burgdorfer Bieres mit der Wirtschaft denn nun vor?
Alexander Thörig: Der Verwaltungsrat und das Brauteam der Burgdorfer Gasthausbrauerei wollen aus dem Schützenhaus in mittlerer Frist ein Haus der Bierkultur machen. Auch haben wir das Publikum der Gasthausbrauerei aufgefordert, uns mitzuteilen, welches seine Bedürfnisse, Wünsche und Ideen für seine Wirtschaft sind. Viel Zeit ist seit der Bekanntgabe der Übernahme ja noch nicht vergangen. Es liegt daher auf der Hand, dass uns noch etwas Weg bevorsteht und nicht alles von heute auf morgen ändert.
Einstweilen interpretiere ich das Haus der Bierkultur als einen atmosphärischen Rahmen für den gepflegten Biergenuss in gemütlichem Ambiente. Dazu gehören auch ausgewählte Speisen im Kontext von Bier, die sich aber schnell abwechseln sollen. Ich möchte meine Gäste permanent neugierig machen; sie sollen gespannt darauf sein, was wir unternehmen, was es Neues gibt, welche Biere in welchen Kombinationen sie bei uns geniessen können.

«D’REGION»: Worin bestehen Ihre Aufgaben bis zur Eröffnung am 14. Februar?
Alexander Thörig: Wir investieren insbesondere sehr viel Zeit und Energie in unser Personal, wollen die ehemaligen und neuen Mitarbeitenden zu einem Team zusammenschweissen und es in der Bierkultur sattelfest machen. Dafür waren wir zum Beispiel alle zusammen einen Tag lang im Kornhaus und hatten uns von den Brauern in Sachen Bierherstellung und -darreichung auf Vordermann bringen lassen.

«D’REGION»: Wie interpretieren Sie Ihre persönliche Rolle im Schützenhaus?
Alexander Thörig: Ich möchte immer sichtbar, immer greifbar sein. Für meine Gäste, aber auch für mein Personal. Ich bin sehr gerne an der Front und möchte den Puls meiner Gäste spüren. Zudem möchte ich meine Experimentierfreudigkeit ausleben und die zahlreichen Ideen, die ich im Kopf habe, mit den Gästen testen.

«D’REGION»: Wie stellen Sie sich das Schützenhaus vor, wenn Sie Ihre Ideen verwirklichen konnten?
Alexander Thörig: Ich wünsche mir, dass wir eine vollkommen heterogene Gästestruktur haben, dass sich Jung und Alt hier zum Gespräch über ein fein gezapftes Bier und währschaftes Essen treffen. Hier sollen junge Leute fürs erste Date abmachen. Und wie alle Gastwirte hoffe ich, dass ich öfter als nicht vermelden darf «Entschuldigung, wir sind ausgebucht, versuchen Sie’s in drei Tagen wieder.»

Zur Person
Alexander Thörig hat erst eine Berufslehre als Maler, dann aber sein Hobby, die Gastronomie, zum Beruf gemacht. Nach diversen Stationen in der Stadt Bern, im Oberland und im Emmental ist der gebürtige Appenzeller jetzt Eidg. Dipl. Restaurateur, im Nach­diplomstudium hat er Betriebsökonomie studiert. Zuletzt war er Betriebsleiter im Hotel Schiff in Rheinfelden.

Stefan Herrmann

 

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