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Spitex AemmePlus Hauptversammlung

| Di, 18. Jun. 2019

Utzenstorf: Mitglieder, Vorstand und Mitarbeitende der Spitex AemmePlus trafen sich zur ersten Hauptversammlung nach der Gründung der Spitex AemmePlus AG. Wichtig ist nach wie vor eine hohe Qualität der Angebote, wozu ein Ausbau der «Palliative Care» gehört. hkb

Von 1203 Stimmberechtigten konnte die Vereinspräsidentin Kathrin Affolter an der diesjährigen Hauptversammlung 78 begrüssen. Sie liess das vergangene Vereinsjahr Revue passieren und zeigte sich erfreut über die Zusammenarbeit mit dem neuen Geschäftsführer Peter Schüpbach, der seit dem ersten März 2019 im Amt ist. Als Fachmann im Gesundheits- und Finanzwesen hat er an seinem neuen Arbeitsplatz bereits Fuss gefasst.
Nach dem Jahresbericht wurden die Traktanden abgehandelt. Bei den Anpassungen des Entschädigungsreglements forderten verschiedene Stimmen kleine Anpassungen, welche genehmigt wurden.
Vor der Präsentation der Jahresrechnung erklärte Schüpbach, dass diese nicht mit vorgängigen vergleichbar sei. Grund sei die neue Organisationsform, die Gründung der Spitex AemmePlus AG, welche im April 2018 rückwirkend auf den 1. Januar gegründet worden war und seither neben dem Verein besteht. Der Betrieb laufe nun über die AG. Die Einnahmen des Vereins bestehen neu nur noch aus Mitgliederbeiträgen und Spenden. Unter dem Personalaufwand seien die Entschädigungen für den Vereinsvorstand aufgeführt, was bei einigen Mitgliedern zu kritischen Nachfragen führte. Die höheren Kosten begründete Jeannette Jufer, Verwaltungsratspräsidentin der Spitex AemmePlus AG, mit dem zusätzlichen Aufwand für die Gründung der AG.
Als Schüpbach später das Vereinsbudget für das Jahr 2019 vorstellte, wurden die Sitzungsgelder erneut hinterfragt. Zudem kritisierten einige Gemeindevertretende die Ausgaben für das Spitex-Personal. Dieses bekommt kostenfreies Mineralwasser, welches durch Spenden finanziert wird.
Bemängelt wurde zudem, dass der Mahlzeitendienst kostendeckend sein sollte, im vergangenen Jahr jedoch einen Gewinn erzielte. Jeannette Jufer erklärte, dass der Verwaltungsaufwand für den Mahlzeitendienst bis anhin nicht detailliert erfasst worden wäre, dieser jedoch beträchtlich sei. Man ist nun aktiv daran, dies nachzuholen, damit er in der nächsten Erfolgsrechnung sichtbar wird. Nach diesen Erklärungen nahmen die Anwesenden das Budget mit acht Enthaltungen und elf Gegenstimmen grossmehrheitlich an.
 
Verwaltungsratspräsidentin Jeannette Jufer informierte über die Spitex AemmePlus AG
Die finanziellen Rahmenbedingungen hätten sich in den vergangenen Jahren deutlich verschlechtert. Die Spitex hat Versorgungspflicht, was bedeutet, dass sie jeden Auftrag annehmen muss, obwohl der Kanton seine Beiträge gesenkt hat. Zudem wurde Pflegematerial, welches man für die Klientel einsetzt, nicht mehr von den Krankenkassen bezahlt, sondern musste von der Spitex getragen werden. Erschwerend kam ein deutlicher Auftragsrückgang dazu.
Grund für die schlechte Auftragslage war eine Änderung in der Finanzierung. Da nun jede Klientin / jeder Klient Fr. 15.95 pro Tag aus der eigenen Tasche berappen muss, haben diese weniger Hilfeleistungen angenommen. Die schlechtere Auftragslage hat sich jedoch seit Anfang 2019 wieder gebessert und die Spitex konnte zusätzliches Personal einstellen. In der zweiten Hälfte des letzten Jahres wurden natürliche Personalabgänge nicht ersetzt.

Palliativpflege wird erweitert
Dank Kooperation mit Spitex-Organisationen im Emmental und Oberaar­gau wird der Bereich «Palliativ Care» ausgebaut. Diese wichtige Dienstleis­tung ermöglicht die Pflege und Begleitung von Schwerkranken zu Hause.
Abgerundet wurde die Hauptversammlung der Spitex AemmePlus mit einem gemeinsamen Apéro.

Helen Käser

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