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«In Freud und Leid zum Spiel bereit»

| Mo, 30. Apr. 2018

AFFOLTERN I.E.: In einer malerischen Kulisse fanden dieses Jahr die traditionellen Emmentalischen Musiktage statt, wo Geselligkeit und Tradition gelebt wurden. mwb

Werden Mehrzweckräume in der Schule und dem Gemeindezentrum zu Einspiellokalen umfunktioniert, wird auf dem Schulareal ein grosses Festzelt aufgebaut, wird die Kirche zu einem Ort für Konzertvorträge und erfüllt der Klang von Parademusik eine gesamte Ortschaft, dann finden die traditionellen Emmentalischen Musiktage statt. In einer zweijährigen Planungsphase stellte das Organisationskomitee (OK) der Emmentalischen Musiktage 2018 ein Fest auf die Beine, für das sich rund 750 Musizierende in Affoltern im Emmental zusammenfanden und bei dem der Genuss der Blasmusik und der Geselligkeit im Vordergrund standen.

Feier der Teilneuinstrumentierung
War letztes Jahr die Musikgesellschaft (MG) Dürrenroth Gastgeberin, kam dieses Jahr die MG Rinderbach zum Zug. Nach den letztjährigen unvergesslichen musikalischen Tagen in Dürrenroth begannen die diesjährigen Musiktage in Affoltern am Freitagabend mit einem Fondueplausch, auf den die
offizielle Eröffnung und die Begrüssung mit dem Festakt der Teilneuinstrumentierung folgten. «Die Emmentalischen Musiktage bildeten einen idealen Rahmen, die neu ersetzten Instrumente zu präsentieren», so Ruedi Luginbühl, OK-Vizepräsident und Vereinspräsident der MG Rinderbach. Das Rahmenprogramm am Samstag und Sonntag bildeten die Marsch­musik, die Konzertvorträge, die Unterhaltungsmusik und die Veteranen­ehrung.
Vielfältiges Rahmenprogramm. Direkt nach dem gemeinsamen Spiel im Hof der Schaukäserei Affoltern im Emmental startete am Samstag die Parademusik in Richtung Festzentrum, welches auf dem Schulareal eingebettet war. In Begleitung der «Täfelibuebe» und «Täfelimeitschi» und der aufwendig zurechtgemachten Ehrendamen überzeugten die Musikgesellschaften in Reih und Glied mit Tonqualität. Während danach in der Dorfkirche die Konzertvorträge stattfanden, wurde im Festzelt Unterhaltungsmusik gespielt. Dieses Jahr wurde diese durch die Blaskapelle Nord-Süd (BKNS), den Gastverein «Lyra» Noswendel aus dem Saarland und die Musikgesellschaft Toffen dargeboten. Sowohl am Samstag als auch am Sonntag wurden die Veteranen der Musikgesellschaften geehrt, welche insgesamt 30, 50 oder 60 Jahre aktiv Teil einer Musikgesellschaft waren. Sie erhielten am Morgen beim Empfang eine Ansteckblume sowie eine Medaille, bevor sie am Abend durch den Bernischen Kantonal-Musikverband (BKMV) in einer Ehrenzeremonie mit einem Glas Weisswein gebührend gefeiert wurden.

Grosser Dank an alle Beteiligten
Alle Hände voll zu tun und dies mit Freude hatte die Festwirtschaft des Cateringpartners Emmentaler Schaukäserei während des gesamten Wochenendes. Die Musikgesellschaften erwartete ein leckeres Bankettmenü und auch sonst gab es kulinarische Leckerbissen und kühle sowie warme Erfrischungen in der Bar, Bierschwemme und Kaffeestube. «Mit dem Cateringpartner Emmentaler Schaukäserei AG kamen wir in den Genuss eines sehr professionellen lokalen Gastgebers», freute sich OK-Präsident Jürg Stalder. Gemeinsam mit der Carrosserie Sutter aus Hasle bei Burgdorf bildete die Emmentaler Schaukäserei AG die Goldsponsoren. «Erst durch die grosszügige finanzielle Unterstützung der Gönner und Sponsoren und die hilfsbereite Mitarbeit der Musikanten, der Behörden, der Bevölkerung Affolterns und der freiwilligen Helfer wurde dieses Fest möglich», dankt Stalder.

Schöne Erlebnisse teilen
OK-Präsident Jürg Stalder sowie OK-Vizepräsident Ruedi Luginbühl, beides passionierte Musiker, erlebten die Emmentalischen Musiktage mit Spannung und Freude. «In der Musikgesellschaft spielen Kameradschaft und Vertrauen eine grosse Rolle», erklärte Stalder, seit 1978 Teil der MG Rinderbach und seit 30 Jahren aktives Mitglied. Dass man aufeinander zählen könne, so Luginbühl, habe sich bei der Planung und Durchführung der Festlichkeiten gezeigt. Er selbst, seit 1974 Teil der MG Rinderbach und seit 37 Jahren aktiv mit dabei, erlebte diese Kameradschaft besonders, als die gesamte Musikgesellschaft anlässlich seiner Hochzeit und später an seinem 60. Geburtstag auftrat und man gemeinsam feierte. Auch Stalder erinnert sich gerne an gemeinsame Erlebnisse zurück, so beispielsweise an damals, als man in jungen Jahren mit dem Rahmbläser Lampenschirme dekorierte. «Die MG Rinderbach, 1900 gegründet, zählt momentan 39 aktive Teilnehmer aus den Gemeinden Heimiswil, Rüegsau und Affoltern», führte Luginbühl aus, «damit befinden wir uns im Durchschnitt. Es wäre aber schön, wenn wir in den nächsten Jahren Zuwachs, gerne auch durch Jungmusikanten, erleben dürften.» Wer gerne Teil der MG Rinderbach sein möchte und «in Freud und Leid zum Spiel bereit» ist, findet unter www.mg-rinderbach.ch mehr Informa­tionen. mwb
 

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